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Leseprobe "Modellbasiertes Logistikmanagement mit Excel"

Modellbasiertes Logistikmanagement 2 Um diese mathematischen Modelle geht es hier, und zwar vornehmlich um solche, die sich auf logistische Netzwerke beziehen, also Abbilder der logistischen Versorgungskette von der Beschaffung über die Produktion bis hin zur Distribution eines Unternehmens, unter Einbeziehung von Lieferanten und Kunden, kurz: der kompletten Supply Chain eines Unternehmens. Dabei sollte es allerdings immer klar sein, dass ein Modell nie die vollständige Komplexität der Realität, also des Problems an sich erfassen kann, sondern nur einen – wenn auch sehr relevanten – Ausschnitt davon. 1.1.2 Das Management von logistischen Versorgungsketten im Zeitalter der Veränderungen und der Globalisierung Der Erwerb ebenso wie der Verkauf von Unternehmen oder Unternehmensbereichen ist meist mit Standortänderungen und gravierenden Verschiebungen in den Warenströmen verbunden. Sie machen eine Überarbeitung der bestehenden logistischen Versorgungskette erforderlich. Gleiches trifft zu bei Werksstilllegungen oder etwa auch bei größeren Veränderungen in der Lieferanten- und Kundenstruktur. Die zukünftige Gestaltung der Supply Chain eines Unternehmens wird wesentlich bestimmt durch die Möglichkeiten einer weltweiten Beschaffung, Produktion und Distribution. Der Einsatz moderner Kommunikations- und Vernetzungstechnik im internationalen Datenaustausch im Bereich der Informationslogistik einerseits sowie schnellere und zuverlässige, international operierende Transportsysteme für die Materiallogistik andererseits haben derartige Lösungen machbar gemacht.1 Durch die Schärfe des internationalen Wettbewerbs sehen sich die Unternehmen veranlasst, Standortvorteile ihrer ausländischen Konkurrenten durch Verlagerung der Betriebsstätten z. B. für die Komponentenfertigung in diese Länder auch für sich selbst zu gewinnen. Dabei kommt es ihnen entgegen, dass der technische Fortschritt eine zunehmende Zerlegbarkeit des Produktionsprozesses mit sich gebracht hat. Bei der Entscheidung für einen ausländischen Standort stehen die Nutzung von Kostenvorteilen der Auslandsproduktion und die Sicherung der Absatzentwicklung 1 Gade, H.; Winkels, H.-M. (1991).

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